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(12) Hörsaal / Auditorium

 
 

Das Auditorium, in dem Liebig seine Experimentalvorlesung hielt, ist in seiner ursprünglichen Form widererstanden. Die vier mittleren Bankreihen sind sogar noch die Originalbestuhlung.

Panorama des Hörsaals

Die vorhandenen 60 Sitzplätze dürften nur selten ausgereicht haben, denn die Zahl der Hörer lag bei oder auch über 100.

Liebig hat seine Vorlesungen sorgfältig ausgearbeitet. Als imponierend wird die Einfachheit seines Vortrages, die Sachlichkeit seiner Disposition und das drastische Herausheben des für das Verständnis Wichtigen beschrieben. Er benutzte möglichst einfache, leicht durchschaubare Geräte. Seine Vortragsart war in eigentümlicher Weise fesselnd. Er sprach weder besonders fließend, noch war er im Ausdruck elegant. Er sprach etwas stockend, wie wenn er das Darzustellende selbst zum ersten Male erlebte. Man empfand, daß der Vortragende arbeitete, und das übertrug sich auf seine Hörer. Es wird berichtet, daß diese Art des Vortrages oftmals von Schülern und Freunden unwillkürlich imitiert wurde.


Texte und Abbildungen stammen im wesentlichen aus:
Siegfried Heilenz: „Das Liebig-Museum in Gießen - Führer durch das Museum und ein Liebig-Porträt, aktuell kommentiert“, Verlag der Ferber'schen Universitätsbuchhandlung Gießen (2. Auflage 1988, ISBN 3-922730-66-3)
und sind hier mit freundlicher Genehmigung des Verlags wiedergegeben.

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