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„Der Seltersberg zu Liebigs Zeit - eine topografische Spurensuche“

Vortrag von Dr. Werner Schmidt am 17. Januar 2018 im Liebig-Laboratorium

Die Gießener Liebig-Gesellschaft lädt am Mittwoch, den 17. Januar 2018 um 18 Uhr zu einem Lichtbildervortrag von Dr. Werner Schmidt ein. Der ehemalige Zahnarzt und Gießen-Kenner wird die Besucher im historischen Auditorium zu einem Spaziergang über den Seltersberg zu Liebigs Zeit mitnehmen. Anhand des bildgestützten Vortrages beleuchtet er die Zusammenhänge zwischen den politischen Rahmenbedingungen, den topographischen Gegebenheiten und der Lage des Liebig-Laboratoriums.

 Karte des Seltersberges von 1850 Nach einführenden Erläuterungen der Sachlage am Anfang des 19. Jahrhunderts unternimmt Dr. Schmidt einen fiktiven Rundgang im Jahr 1847. Die Zuschauer werden eingeladen zu einer Entdeckungsreise in die „Neue Stadtanlage auf den Seltersberg“, um dort an ausgewählten Orten Spuren mit Bezug zu Liebig zu entdecken, ohne dass die bekannten Inhalte aus den beliebten Experimentalvorlesungen wiederholt werden. Der Vortrag richtet sich damit an alle lokalgeschichtlich Interessierten mit dem Fokus auf die südlichen Gießener Stadtteile in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Der Seltersberg aus Richtung Lahn mit dem Felsenkeller um 1845 Dr. Werner Schmidt ist am Seltersberg geboren und verbrachte nach Besuch des dortigen Kindergartens und der Schule einen Großteil seines Lebens dort: nach einem auswärtigen Studium der Zahnmedizin nahm er in der Wilhelmstraße seinen Arbeitsplatz ein und wirkte dort sein ganzes Berufsleben bis zu dem Verkauf der Praxis Ende 2013.
Das Interesse für Historisches erwachte schon früh, so präsentierte der Zahnarzt in seiner Praxis eine Sammlung um die Historische Zahnmedizin. Im Laufe der Jahre baute sich Dr. Schmidt eine umfangreiche Ansichtskartensammlung auf; dabei war es ihm immer ein Anliegen, die Abbildungen mit Leben zu erfüllen: wer lebte in den Häusern, welche Geschäfte gab es in den Stadtteilen, wie lange musste ein Arbeiter für einen Laib Brot arbeiten? So ist eine belebte Bildersammlung entstanden, die als Fundus für den Vortrag dient. Der Eintritt ist frei