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Liebig Sammelbilder
Aus dem Leben Liebigs - der große deutsche Forscher

11. Mineralische Düngung

Liebig Sammelbild: 11

Bei seinen Forschungen stellte Liebig fest. dass die Entwicklung der Pflanzen wie überhaupt ihr ganzes Leben von dem Vorhandensein gewisser Mineralien im Boden abhängig ist. .Die Folgerung war, dass, wenn ein Acker dauernd ertragreich bleiben sollte, diese Mineralstoffe dem Boden hinzugefügt werden müssen. Er teilte dies der Welt in einer Zeitschrift mit und erweckte einen Entrüstungssturm in den Reihen der Landwirtschaftler, die das Entstehen und Wachstum der Pflanzen auf die Tätigkeit geheimer Kräfte in der Natur zurückführten. Um nun den Beweis für seine Theorie zu erbringen, kaufte Liebig in der Umgebung Gießens ein Stück unfruchtbaren Landes. Dieses wurde nach seinen Angaben bearbeitet und bepflanzt. Leider musste er aber feststellen, dass ihm ein Fehler unterlaufen war, denn die Ergebnisse seiner Bodendüngung waren anfangs mehr als kläglich. Die endgültige Aufklärung sollte ihm erst später gelingen. Jedenfalls erfuhr die Landwirtschaft durch diese Arbeiten Liebigs eine vollständige Umgestaltung, denn heute kann kein landwirtschaftlicher Betrieb ohne künstliche Düngung bestehen. Der Ernteertrag des deutschen Bodens wurde vervielfacht. Die früher als Abfall weggeworfenen Kalisalze usw. wurden zu Edelsalzen und hierauf bauten sich mächtige Industrie-Unternehmungen auf. - Nach einigen Jahren hatte auch die Düngung des Gießener Ödlandes Erfolge gezeitigt; es war eine grünende und blühende Anlage entstanden, die heute den Namen "Liebigshöhe" führt. Großherzog Ludwig von Hessen erhob Justus Liebig im Jahre 1845 in den Freiherrnstand. 1852 folgte er einem Ruf König Maximilians nach München. Entbunden von der aufreibenden Lehrtätigkeit konnte sich Liebig in München ganz seinen Forschungen widmen. Ausgehend vom Pflanzen- und Tierleben untersuchte er die Einflüsse der verschiedenen Nährstoffe auf die menschliche Ernährung. Seine Wirkungsanschauungen haben im Prinzip noch heute Gültigkeit.
Das Bild zeigt die Wirkung der Kalidüngung: Rechts ohne und links mit Kali gedüngtes Getreide.

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