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16.06.2022

Experimente zur Zukunft der Energie im Historischen Labor: Schülerinnen und Schüler beim Chemikum-Workshop im Liebig-Museum (Foto: Dr. Ina Budde/Chemikum Marburg)
Experimente zur Zukunft der Energie im Historischen Labor: Schülerinnen und Schüler beim Chemikum-Workshop im Liebig-Museum (Foto: Dr. Ina Budde/Chemikum Marburg)

Kooperation der beiden mittelhessischen MINT-Institutionen erfolgreich angelaufen

Woher kommt nachhaltige Energie und wie können wir sie speichern? Dieser hochaktuellen Frage gingen vom 13. bis 16. Juni 2022 Schülerinnen und Schüler aus dem Landkreis Gießen in Experimental-Workshops nach, die das Chemikum Marburg erstmalig in den Räumen des Gießener Liebig-Museums durchführte. Aufgrund des Zuspruchs soll das kostenfreie Angebot wiederholt werden und Grundlage für eine dauerhafte Kooperation der beiden komplementär aufgestellten Institutionen zur regionalen MINT-Förderung (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) sein.

Wasserstoff als nachhaltigen Energieträger kennenlernen

Die Herstellung, Lagerung sowie die Anwendung von Wasserstoff waren die Schwerpunkte der zweistündigen Mitmach-Workshops. Wasserstoff wird als ein Schlüsselelement der Energiewende gesehen, um die bekannten fossilen Energieträger abzulösen. Die Mitmach-Module sind in Zusammenarbeit mit dem Öffentlichkeits-Projekt des DFG-Sonderforschungsbereichs 1083 „Struktur und Dynamik Innerer Grenzflächen“ entstanden, an dem Forschende der Philipps-Universität Marburg, der Justus-Liebig-Universität Gießen, des Forschungszentrums Jülich und der Universitäten Münster und Leipzig beteiligt sind. Die Experimente vermitteln anschaulich die Grundlagen zum Einsatz von Wasserstoff als Energieträger und umfassen die Themen Umwandlung von Wasserstoff in Strom und die Untersuchung von dabei entstehenden Energieverlusten. Auch die Charakteristika und das Vorkommen des Gases Wasserstoff erarbeiteten sich die Schülerinnen und Schüler von der Theo-Koch-Schule aus Grünberg, und aus Gießen von der Herder-Schule, der Liebig-Schule und der Aliceschule. Das Modell einer Brennstoffzelle veranschaulichte die einzelnen Schritte der Stromerzeugung und lässt die Abläufe mit dem bloßen Auge sichtbar werden.

Das Workshop-Angebot findet im Nachgang des „HyStarter“-Projekts des Landkreises Marburg-Biedenkopf, der Stadt und der Stadtwerke Marburg statt und wird gefördert durch die LandesEnergieAgentur Hessen (LEA).

Chemie zum Anfassen in der Geburtsstätte der modernen Chemie

Das Chemikum Marburg ist ein Mitmachlabor, in dem das Experimentieren an alltäglichen Fragestellungen aus Chemie, Biologie, Pharmazie, Physik und Informatik im Mittelpunkt steht. Das Liebig-Museum im original erhaltenen Labor von Justus Liebig bot ein einmaliges Umfeld für den Workshop und verknüpfte die Geschichte der Chemie mit zukünftigen Anwendungen.

Freuen sich über die gelungene Kooperation: Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Dr. Karl-Heinz Muth, Mara Hermann, Dr. Ina Budde (alle vom Chemikum Marburg) und Manuel Heinrich vom Liebig-Museum (v.l.n.r., Foto: Antje Kalmes)
Freuen sich über die gelungene Kooperation: Dr. Christof Wegscheid-Gerlach, Dr. Karl-Heinz Muth, Mara Hermann, Dr. Ina Budde (alle vom Chemikum Marburg) und Manuel Heinrich vom Liebig-Museum (v.l.n.r., Foto: Antje Kalmes)

Die beiden Häuser ergänzen sich inhaltlich sehr gut und werden auch in Zukunft zusammenarbeiten, um die MINT-Region Mittelhessen zu stärken. Die nächsten Workshops finden vom 10.-13. Oktober 2022 statt.