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Liebig Sammelbilder
Aus dem Leben Liebigs - der große deutsche Forscher

8. der junge Justus Liebig auf dem Jahrmarkt

Liebig Sammelbild: 08

Wenn er dem Vater nicht helfen muss, dann liest Justus lieber Bücher über Chemie oder, was ihm besonderen-Spaß macht, er treibt sich in den Werkstätten der Gerber, Färber und Seifensieder herum und guckt ihnen ihre Geheimnisse ab. Alle haben den aufgeweckten und freundlichen Knaben gern und geben ihm auf seine neugierigen Fragen Antwort. So sammelt er sich die nötigen Vorkenntnisse für seinen späteren Beruf.
Da war doch auf dem Darmstädter Jahrmarkt auch ein fahrender "Wunderdoktor"; der zeigt den Leuten seine Künste und verkauft unter anderem Knallerbsen. Die haben es Justus angetan, und er hat den brennenden Wunsch, selbst welche zu machen. Also schaut er dem Zaubermann bei deren Herstellung genau zu und läuft dann spornstreichs nach Hause, um das Gesehene nachzumachen. Leider findet er nur wenig des dazu nötigen Silbers, doch zu seinem Glück; ein fürchterlicher Knall beweist, dass der Versuch gelungen ist. Mehr Silber hätte leicht ein paar Finger oder auch ein Auge kosten können.
Die Versuche mit Knallsilber lassen Justus nicht mehr los. Als ihm versehentlich in der Schule eine Probe auf die Erde fällt und mit lautem Knall explodiert, schlägt das dem Fass den Boden aus; er muss die Schule verlassen und die Lehrer prophezeien, dass er es im Leben zu nichts bringen wird. Was nun ? Die Kinder sollen es doch einmal besser haben als die Eltern. Also wird der junge Liebig mit 15 Jahren Apothekerlehrling in Heppenheim an der Bergstraße. Doch schon nach 10 Monaten muss er wieder heimwärts wandern. Trotz der Verbote seines Lehrherrn hat er abends in seinem Dachkämmerchen experimentiert. Es wird erzählt, dass er mit Knallsilber eine Explosion verursachte, wobei der halbe Dachstuhl in die Luft flog. Das Bild zeigt Justus Liebig auf dem Jahrmarkt.

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