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Liebig Sammelbilder
Aus dem Leben Liebigs - der große deutsche Forscher

9. Altes Wachgebäude

Liebig Sammelbild: 09

Es dauert noch einige Zeit, bis endlich sein größter Wunsch in Erfüllung geht - er darf studieren. 3 Jahre ist Justus Liebig in Bonn und Erlangen gewesen, dann konnten ihm die Lehrer nichts mehr beibringen, und. es geht wieder nach Hause. Doch Professor Kastner, bei dem er sowohl in Bonn als auch in Erlangen studiert hatte, erkannte sein Genie und empfiehlt dem Großherzog Ludwig von Hessen, ihm ein Studium in Paris zu ermöglichen. Der Kabinettssekretär Schleiermacher unterstützt die Empfehlung. Liebig reist nach Paris, wo damals die bedeutendsten Naturwissenschaftler lehrten. Mit Begeisterung hört er sich die Vorlesungen dieser Männer an; macht nebenbei lebensgefährliche Versuche mit Knallsäure, wobei es sich um Metallverbindungen handelt, die als Zünder-für Explosivkörper verwandt werden und erregt mit den Ergebnissen seiner Untersuchungen Aufsehen. Seine Arbeiten werden in der Akademie durch den berühmten Gay Lussac vorgetragen. Hier macht Liebig die Bekanntschaft Alexander von Humboldts und gewinnt in ihm einen mächtigen Gönner. AIs erstes verschafft er Liebig Eingang in das Laboratorium Gay Lussacs. Mit diesem führt nun Liebig gemeinsame Untersuchungen durch, und sie tanzen, vor Freude um den Laboratoriumstisch herum, wenn wieder ein Versuch geglückt ist. - Als sich Justus Liebig nach zweijährigem Aufenthalt in Paris um eine Anstellung bewirbt, hat er es wiederum dem Einfluss Humboldts zu verdanken, dass er mit 21 Jahren außerordentlicher Professor an der Universität Gießen wird.
Galt die Chemie bis dahin lediglich als reine Experimentierkunst, im Rahmen der Naturwissenschaft, so verstand es jetzt Liebig, sie zur eigenen Wissenschaft zu erheben. Er gründete das erste chemische Laboratorium für experimentellen Unterricht und sein Name als Lehrer erlangte Weltruf. Aus aller Herren Länder strömten die Schüler nach Gießen, um bei Liebig zu lernen; aus seiner Schule ging eine Reihe der berühmtesten Chemiker hervor.
Das Bild zeigt Liebigs Wirkungsstätte in Gießen; jetziges Liebig-Museum.

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